Wasserkontamination

Öle sind, bevor sie in Betrieb genommen werden, während des Transportes und der Lagerung ständig der Gefahr von Wasserkontamination ausgesetzt. Auf den aufrecht stehenden Behältern (insbesondere Fässer) kann sich beim Lagern im Freien oder beim Verladen Wasser auf der Oberfläche ansammeln, welches während eines Temperaturwechsels über die Gewinde an den Öffnungen förmlich hineingesaugt wird.

Während des Betriebes gelangt Wasser durch die Tanköffnungen ins Öl, über verschlissene Zylinderkolbenstangen und Dichtungen, sowie als Kondensat aus der Luft. Insgesamt ist Kondensat die häufigste Ursache von Wassereindringung in das Öl während des Betriebes.

Insbesondere in Mobilmaschinen und Anlagen, die sich im Freien befinden, kondensiert Wasserdampf bei jeder Tankabkühlung. In ruhigeren Behältnissen führt das oft zu Rostbildung und weiteren Korrosionsproblemen, insbesondere oberhalb des Ölspiegels. Sobald eine erhöhte Menge an Wasser in das Öl gelangt, beginnen Mikroorganismen mit ihrem Wachstum. Die direkten Folgen sind Schlammbildung und Viskositätsveränderung. Die ersten Anzeichen dafür sind unangenehmer Geruch und Farbveränderung (Eintrübung des Öles).

 
 

Auswirkungen auf die Lagerstandzeiten

Auswirkung Wasser im Öl

Wassergehalt im Öl > 0,1 %

  • Beschleunigung der Ölalterung
  • Verschlechterung der Schmiereigenschaften
  • Förderung von Korrosion und Kavitation
  • Verkürzung der Lebensdauer der Dichtungen
  • Verschlechterung der Filtrierbarkeit
 
Flyssigkeitstyp Wassergehalt im Frischöl (unbedenklich) maximal zulässiger Wert Empfehlung Ausfilterung
HLP, HVLP 100 - 400 ppm 500 ppm > 400 ppm
HEES, HETG, HEPR 400 - 700 ppm 1.000 ppm > 900 ppm